Digitalisierungsoffensive in Unternehmen

Corona als Brandbeschleuniger

Von

Susanne Mayer
7.5.2021

in

Wien

Redakteurin Haufe Advisory

Die weltweite Pandemie hat gezeigt, dass vor allem jene Unternehmen besonders agil und anpassungsfähig sind, die im Digitalbereich die Nase vorn haben. Wo kein direkter Kontakt möglich ist, müssen Arbeitsschritte über Nullen und Einser ablaufen. Ob Kommunikationsbranche, Dienstleistungsbetriebe oder industrielle Fertigung – die moderne Wirtschaft tut gut daran, ihre digitale Fitness zu verbessern.

Alle im selben Boot

Der Digitalisierungstrend ist nichts Neues. Seit Jahren wird die digitale Transformation vorangetrieben, seit Jahren gibt es Innovatoren und Early Adopters. Und seit Jahren gibt es auch jene, die sich noch zurückhalten, was die Umstellung auf digitale Prozesse betrifft. Dass Letztere das Nachsehen haben, zeigt nicht zuletzt die weltweite Pandemie. Denn die Krise trifft sie doppelt.

Besser vordenken als zusammenkehren

Wer bisher mit der Digitalisierung auf Zeit spielte, wurde von der Krise unvorbereitet und am falschen Fuß erwischt. Während digitale Vorreiter bereits mit effizienten Tools wie digitalem Prozessmanagement, digitaler Kollaboration und Automatisierungssoftware durch den Arbeitsalltag navigieren und jetzt mit geballten Ressourcen vor schwierigen Entscheidungen stehen, müssen bisherige Skeptiker erst einmal den digitalen Rückstand aufholen.

Es gilt, mühsam Tools zum Laufen zu bringen und die Unternehmenskultur in aller Hast umzukrempeln, bevor angesprochene schwierige Entscheidungen gefällt werden können. Dabei ist es fast egal, von welcher Wirtschaftssparte die Rede ist. Ob Werbeagentur in der Innenstadt oder die Schuhfabrik am Land: Sie alle müssen ihr Leistungsportfolio nun auch digital zugänglich machen. Und das bringt viele Vorteile mit sich.

Prozessautomatisierung

Zwang ist kein schönes Wort. Und trotzdem helfen widrige äußere Umstände manchmal, Dinge zu beschleunigen. Was definitiv durch die Digitalisierungsoffensive wächst, ist die Effizienz. Prozess- und Workflowautomatisierung erlauben die Konzentration auf Entscheidungen und Tätigkeiten mit Business Impact und Relevanz. Denn nicht alle Tätigkeiten und Prozesse in einem Unternehmen tragen zur Wertschöpfung bei. So spielt beispielsweise vollautomatisierte Rechnungslegung interne Ressourcen frei. Auch Onboarding-Prozesse können automatisch ablaufen, ohne laufend in manuelle Tätigkeiten investieren zu müssen. So können Arbeitsstunden zielgerichtet eingesetzt werden, um durch die Krise zu navigieren.

Kommunikation und Kollaboration

Was früher als Luxus oder Goodie des Arbeitgebers betrachtet wurde, emanzipierte sich durch die Gesundheitskrise zum Status Quo der Arbeitswelt. Wer kann, bleibt daheim. Und wer sein / ihr Team bereits vor dem Lockdown fit für die Arbeit von der eigenen Couch aus gemacht hat, muss sich immerhin nicht mehr um stockende Kommunikation zwischen den MitarbeiterInnen Gedanken machen. Auch die Kundenkommunikation wird in der kommenden Zeit mehr denn je auf digitalen Beinen stehen. Hier helfen verschiedene Collaboration-Tools, die von der bekannten Videokonferenz bis hin zur gemeinsamen digitalen Visualisierung von Strategien auf virtuellen Boards und kollaborativen Task-Management-Systemen reichen und so die Zusammenarbeit auch remote ermöglichen. Die Einbindung von Cloud-basierter Datenverarbeitung und -speicherung ermöglicht außerdem den Zugriff auf IT-Ressourcen, die somit standortunabhängig und jederzeit verfügbar sind, was wiederum die Zusammenarbeit erleichtert.

Flugzeuge, Events und Virtual Reality

In Zeiten von Social Distancing kann es vorkommen, dass Schulungen oder Veranstaltungen nicht mehr vor Ort abgehalten werden können. Wo direkter Kontakt nicht möglich ist, helfen Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) Devices, die das gewünschte Umfeld täuschend echt nachstellen können. Trendforscher prognostizieren einen drastischen Anstieg an Einsatzmöglichkeiten in der Wirtschaft: von der virtuellen Umkleidekabine bis hin zur Flugzeugtechnik, dem Gesundheitssektor oder der angesprochenen Trainingsbranche.

E-Procurement und Bestellmanagement

Weitere Einsatzbereiche digitaler Tools und Unterstützung in der Wertschöpfung sind strukturierte Beschaffungssysteme, die Software-unterstützt selbstständig Bestellvorgänge benötigter Waren abwickeln und dabei im besten Fall auf Warenwirtschaftssystemen basieren. Von der automatischen Mengenerhebung bis zum Tracking der Ware und der Abwicklung der Zahlung werden alle Geschäftsvorgänge, die dem Procurement zuzurechnen sind, digital und in vielen Fällen, automatisiert abgewickelt. Das spart Zeit, hält Lagerkosten gering, verringert Fehleranfälligkeit und erlaubt mehr Flexibilität bei der Umstellung von Bestellmengen und -Zeitfenstern.

Real-Time-Data und Agilität

Eine professionell aufgestellte digitale Infrastruktur erlaubt Unternehmen, in Real-Time auf Kundendaten und Marktzahlen zuzugreifen und diese in die operativen Geschäftsvorgänge des Unternehmens zu überführen. Gibt es Abweichungen in Bestellvorgängen oder Sales, erkennt digitale Monitoring-Software anhand von Benchmarks schneller als jedes menschliche Auge, in welche Richtung sich der Trend entwickelt. Dasselbe gilt für rasanten Anstieg in der Nachfrage. So wird Agilität in einem dynamischen Wirtschaftssystem sichergestellt. Das erleichtert vor allem das Zusammenspiel der internationalen Supply Chains die länderübergreifend agieren und wie Zahnräder ineinandergreifen.

Digitale Stolpersteine

Mangelndes Know-How, fehlende digitale Schnittstellen im Unternehmen, falsche Priorisierung in der Führungsebene, Skepsis und Unsicherheit der Belegschaft sowie das Festhalten an alteingesessenen Abläufen und Prozessen können Hindernisse am Weg zur digitalen Fitness sein. Digitale Umstellungen können ein Unternehmen von heute auf morgen auf den Kopf stellen, oder behutsam eingeführt werden. In jedem Fall bedarf es kompetenter Beratung, gut durchdachter Vorlaufzeiten und passender PartnerInnen, die während und nach der Digitalisierungsoffensive zur Seite stehen, um Umstrukturierungen und Change Prozesse zu begleiten.

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